Aktuelle Termine

Do, 19.10.2017
19 Uhr Informationsabend über die weiterführenden Schulen (Raum der Klasse 4a)

23.10. – 03.11.2017
Herbstferien

06. – 09.11.2017
Anmeldung der Schulneulinge für das Schuljahr 2018/19

06. – 09.11.2017
Anmeldung der Schulneulinge für das Schuljahr 2018/19

06. – 17.11.2017
Elternsprechtage für alle Jahrgänge

Adresse

Schule am Burgweiher
Schulstraße 35
53913 Swisttal

Tel: 02226/3691
Fax: 02226/912179
info@schule-am-burgweiher.de

Soziales Lernen

1. Soziales Lernen im Unterricht

 

Ein wichtiges Anliegen in unserer Erziehungsarbeit ist die Persönlichkeitsentwicklung und die  Entwicklung der Sozialkompetenz unserer Schüler.

Das geschieht selbstverständlich in allen Unterrichtsfächern, in allen Bereichen des Lernens und des sozialen Miteinanders.

Besonders eignen sich dafür die Aufgabenschwerpunkte des Sachunterrichts:

Zusammenleben in Schule und zu Hause:

  • Regeln des Zusammenlebens in der Schule aufstellen und beachten,
  • Vielgestaltigkeit von Familien und unterschiedliche
  • Lebenssituationen von Kindern kennen lernen,
  • Konflikte erkennen und Konfliktlösungen erproben,
  • Formen der demokratischen Mitbestimmung  in der Schule kennen lernen (Klassensprecher, Schülerkonferenz)

Zusammenleben und Beteiligung im Gemeinwesen:

  • Formen der aktiven Mitarbeit und demokratischen Beteiligung im Ort oder Ortsteil kennen lernen

Mädchen und Jungen:

  • Die Entwicklung vom Säugling zum Schulkind verfolgen,
  • Die Vorgänge bei Zeugung, Schwangerschaft und Geburt kennen lernen.

Sexualität:

  • Rollenverhalten von Mädchen und Jungen untersuchen,
  • Kenntnisse über die Entwicklung vom Schulkind zum Erwachsenen gewinnen,
  • Über Liebe und Sexualität nachdenken

Ich und andere, viele Kulturen in einer Welt:

  • Sitten, Gebräuche und Sprachen unterschiedlicher Nationalitäten und Ethnien kennen lernen und akzeptieren,
  • Erfahrungen mit vertrauten und fremden Kulturen, Religionen, Bräuchen und Lebensweisen reflektieren.

 

Spezielle Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Persönlichkeit (z.B. „Igel Igor“, „Fit und stark fürs Leben“,  „Das kleine Ich-bin-Ich“ ,  „Herr Malig“) sowie Materialien zur Förderung des Sozialverhaltens in der Grundschule, z.B. „Achtsamkeit und Anerkennung“ u. a.  ergänzen diese Arbeit in allen Klassenstufen ebenso wie langfristige Programme, z.B. „Klasse 2000“, das seit einigen Jahren an unserer Schule praktiziert wird (Zertifizierung im Jahr 2009).

Ausgewählte Spiele können helfen, das Ich-Gefühl des einzelnen Kindes zu stärken, z.B. das „Majestätenspiel“, „Warme Dusche“, „Klammerkönig“, „Tip-Top-Herzensbrücke“. Das Kind erlebt durch diese Spiele für einen Zeitraum eine besondere Zuwendung.

In der Rhythmisierung des Unterrichts, in der sich Lernen und Bewegen den Bedürfnissen der Kinder gemäß abwechseln, versuchen wir, das Ansteigen von Aggression durch Überanspannung zu vermeiden. Wir legen tägliche Bewegungspausen in den Unterricht ein, z.B. durch „5-Minuten-Pausenspaß“, „Bewegen und Entspannen durch Musik“, „Brain-Gym“.

 

Durch die Verbindung von Lernaufgaben mit Bewegung werden die Lernkanäle der Kinder ganzheitlich angesprochen. Auch das trägt zur inneren Harmonisierung der Kinder bei. Beispiele: „Schleichdiktat“, Zuordnen im Kreisel, Ball zuwerfen beim Zählen, Treppensteigen beim Zählen, Darstellung grammatischer Zusammenhänge durch Bewegung.

 

Konfliktlösung

Verantwortliches Handeln setzt die Möglichkeit, es zu lernen, voraus. Deshalb leiten wir unsere Schulkinder an, ihre Konflikte mit Hilfe des Klassenrates in eigenverantwortlicher Weise besprechen und lösen zu lassen. Dabei werden die Kinder bewusst angeregt, ihre positiven Verhaltensweisen zu sehen und zu würdigen und konsequent Fehlverhalten abzulehnen.

Konflikte sozial verträglich lösen, wenn sie sich nicht vermeiden ließen, lautet unsere Devise.

Den Kindern werden dazu Strategien vermittelt durch das „Ich-bin-sauer!“- Gespräch und durch die Stopp-Regel.

Kinder lernen hier, ihre Gefühle wahrzunehmen, ihre Wünsche verständlich zu formulieren und klare Grenzen zu setzen.

 

Pausen

Die Pausen können als der Raum im Schulleben angesehen werden, in dem die Schulkinder die größtmögliche Fähigkeit an selbstständigem Miteinander praktizieren können. Da es gerade hier immer wieder zu Zusammenstößen kommt, wird die Schulhofgestaltung und die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten als Rahmen zu positiver Beeinflussung des Pausenverhaltens gesehen, deren Verfügbarkeit und Zustand immer wieder überprüft und ggfls. verändert werden muss.

In den letzten Jahren sind eine Reihe neuer Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof installiert worden:

  • Kletterwand
  • Tippi und Laufgänge aus Weidenpflanzen
  • Reckstangen
  • Kleinspielgeräte wie Stelzen, Pedalos, Trockenschi, Balancierbälle, etc.
  • Kletterwürfel

 

Schulveranstaltungen

Schulveranstaltungen, wie z.B. Schulfeste, Projektpräsentationen, „Bunter Nachmittag“, Sportfeste sind gemeinsam erlebte Höhepunkte eines Schuljahres. Bei der Vorbereitung planen wir die Möglichkeit der aktiven Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern gezielt ein. So kann der Teamgedanke und das Wir-Gefühl als Identifikation mit der Schule auch von den Kindern schon früh erlebt werden.

Klassenfahrten finden im Laufe des vierten Schuljahres statt. Kinder und Klassenlehrerin lernen sich auch in außerschulischen Situationen kennen. Somit ist auch hier ein weites Feld für soziales Miteinander gegeben.

 

Schulordnung

Die Umsetzung der Schulordnung wird durch besondere Aktionen immer wieder geübt:

Dazu dienen unter anderem auch Projektage.

  • „Wir sind höflich zueinander“
  • „Unser Klassenraum soll schöner werden“
  • „Wir achten auf Ordnung“
  • „Wir verhalten uns leise“

Klassenweise werden zu einem solchen Thema Umsetzungsvorschläge ermittelt und erprobt.

Durch die Maßnahmen sollen einzelne Punkte der Schulordnung thematisiert und tageweise bewusst gemacht werden.

Um die Schulordnung für die Kindern auch optisch immer wieder präsent zu halten, hängen die wichtigsten Schulregeln gut sichtbar in den Fluren, die Klassenregeln in den Klassenräumen der Kinder aus.

 

2. Soziales Lernen in Projekten

„Kinder stärken gegen Gewalt und Missbrauch“

Unsere Schule führt seit dem Schuljahr 2010/11 zusätzlich zu dem bekannten Gesundheitsprojekt „Klasse 2000“ mehrere Projekte zum Thema „Kinder stärken gegen Gewalt und Missbrauch“ durch.

Dazu gehört für die Kinder der Jahrgänge 2 und 4 ein Selbstbehauptungskurs und für den Jahrgang 3 das Projekt gegen sexuellen Missbrauch von Kindern „Mein Körper gehört mir“ von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück.

Wir können unsere Kinder nicht rund um die Uhr vor Allem und Jedem beschützen, darum ist es uns ein besonderes Anliegen, sie durch gezielte präventive Maßnahmen zu stärken und dabei zu unterstützen, auch mit schwierigen Situationen umgehen zu können.

Es ist uns besonders wichtig, dass jedes Kind von diesem Konzept profitiert.

Darum wird ein Großteil der einzelnen Projekte durch Spendengelder finanziert. Zusätzlich unterstützt uns dabei auch der Förderverein unserer Schule und das großzügige Entgegenkommen der Selbstbehauptungstrainer, die auf den Kostenbeitrag bei den Kindern verzichten, deren Eltern Schwierigkeiten haben, die Kurse mitzufinanzieren.

Die drei Säulen dieses Konzeptes bilden die Arbeit an den Projekten „Klasse 2000“, „Mein Körper gehört mir“ und die Selbstbehauptungskurse.

 

I.  Das Projekt „Klasse 2000“

Seit einigen Jahren nimmt unsere Schule an diesem Projekt zur Gesundheitsförderung und Förderung des sozialen Miteinanders teil. Es wird in allen Jahrgängen durchgeführt und vom Rotary Club Rheinbach gesponsort.

Schwerpunkte des Programms:

A. Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins

Wissen: Ich bin einmalig

Sich selber besser kennenlernen: Alter, Größe, Haarfarbe, Augenfarbe, Handabdruck

Das kann ich schon: realistische Selbsteinschätzung

Stärken herausfinden, Schwächen finden und formulieren

à Anerkennung bekommen, Stolz auf besondere Stärken, aber auch Akzeptanz eigener Schwächen

B. Klassenregeln:

Zuhören und sprechen:

  • sich anschauen, ausreden lassen, nachfragen
  • deutlich sprechen, anschauen, warten
  • In Rollenspielen werden diese Regeln eingeübt und trainiert.
C. Richtiges Atmen
  1. Den Weg der Luft durch den Körper kennenlernen
  2. Tiefes Atmen trainieren
  3. Atmung und Gefühle

Die Kinder lernen unterschiedliche Atemtechniken und die Bedeutung der Atmung für das momentane Wohlbefinden kennen.

D. Gefühle:

Die Kinder lernen in verschiedenen Übungen, sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und die Gefühle Anderer wahrzunehmen und zu deuten.

E. Übergreifende Elemente:
  • Spaßfaktor
  • Identifikationsfigur Klaro/Klara
  • Lieder und Slogans
  • Bewegung/Entspannung/ 5-Minuten-Pausenspaß
  • Forschungsfragen/ Atemtrainer
F. Unser Körper:

Aufbau und Funktionen des Körpers kennen lernen und erspüren (z.B. Wirbelsäulentraining, Muskelan-und entspannungsübungen).

G. Gesunde Ernährung:
  1. Der Weg unserer Nahrung durch den Körper à Verdauungsorgane kennen lernen
  2. Lebensmittel nach Nährstoffen ordnen („Lebensmittelfamilien“ kennenlernen)

Ziel: Die Bedeutung gesunder Ernährung begreifen.

 

II.  Das Projekt „Mein Körper gehört mir“

Das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück haben wir im Schuljahr 2010/11 erstmals durchgeführt.

Das Feedback von Kindern, Eltern und Kolleginnen war so durchweg positiv, dass wir das Projekt neu in das Konzept „Kinder stärken“ aufgenommen haben.

Finanziert wird es aus Sponsoringmitteln und einem geringen Elternanteil.

Es ist für Kinder der Jahrgangsstufen 3und 4 konzipiert und wird bei uns im Jahrgang 3 durchgeführt, da im Jahrgang 4 ein Selbstbehauptungskurs stattfindet und wir die einzelnen Projekte auf die Klassenstufen verteilen möchten.

 

Das Präventionsprojekt gliedert sich in zwei Teile:

  1. Informationsveranstaltung für Eltern und Lehrer, bei der alle Teile des interaktiven Theaterstücks vorgestellt und reflektiert werden
  2. Theaterprojekt im Klassenverband mit je 2 Schauspielern:

3x 1 Std/Klasse, verteilt auf 3 Wochen, um den Kolleginnen Zeit zur Nachbereitung des sensiblen Themas mit dem Unterrichtsmaterial der tpw zu geben

 

Zur kurzen Übersicht über die Zielsetzung und Schwerpunktgebung des interaktiven Theaterstücks ein Auszug aus der Homepage der „tpw Osnabrück“:

 

Glück, Vertrauen und Theater

Frei auf zu wachsen: Dieses Glück wünschen wir allen Kindern. Und wir sind sicher, dass jeder Mensch zu seinem Glück beitragen kann – wenn er stark ist und sich selbst vertraut. Auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben wollen wir Kinder unterstützen: Deshalb gründeten wir 1994 die theaterpädagogische Werkstatt. Unsere Vision war und ist es, Kindern Strategien zur Lebensbewältigung an die Hand zu geben. Und unsere Mittel sind die des Theaters.

Die erste Produktion der theaterpädagogischen Werkstatt hieß “Mein Körper gehört mir!”. Annähernd zwei Millionen Kinder haben bislang an diesem Programm gegen sexuelle Gewalt teilgenommen. Das bedeutet: Sie sehen nicht nur zu, sondern bringen sich selbst mit ein. Dafür haben wir eine interaktive Arbeitsweise entwickelt, mit der wir unsere jungen Zuschauer ermutigen, eigene Lösungswege zu finden.

So hat es sich bewährt und so ist es bis heute geblieben. Nur unser Themenspektrum haben wir mittlerweile erweitert. Auch Drogenkonsum, häusliche, schulische und rechte Gewalt sind Angriffe auf die persönliche Freiheit, denen starke Kinder besser standhalten können. Wir haben deshalb Programme mit diesen Schwerpunkten entwickelt. Und wir bleiben am Ball. Denn die theaterpädagogische Werkstatt ist für uns mehr als ein funktionierendes Unternehmen. Sie ist ein fortwährender Prozess – und unsere liebste Herausforderung.

 

III.  Selbstbehauptungskurse

In den Jahrgängen 2 und 4 führen wir Selbstbehauptungskurse mit den Kindern durch.

Für den Jahrgang 4 gab es dieses Angebot an unserer Schule schon viele Jahre lang, für den Jahrgang 2 erst seit dem Schuljahr 2010/11.

Aufgrund der Wiederholung und dadurch deutlicheren Nachhaltigkeit der behandelten Kursinhalte hat die Schulkonferenz 2010 beschlossen, den Selbstbehauptungskurs auch für die Jahrgangsstufe 2 anzubieten.

Geleitet werden die Kurse von der Sozialpädagogin Frau Christine Przibylla und ihrem Mann, einem ehemaligen Sportringer, Herrn Christof Przibylla.

Beide haben schon, in enger Zusammenarbeit mit der Polizei Bonn, unterschiedliche Konzepte zur Stärkung von Kindern und Erwachsenen gegen körperliche und seelische Gewalt erarbeitet und blicken auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurück.

Auch in Bezug auf die Selbstbehauptungskurse war das Feedback der Kinder und Eltern stets durchweg positiv, so dass wir die Kurse zu einem festen Bestandteil unseres Konzeptes „Kinder stärken“ gemacht haben.

Die Selbstbehauptungskurse finden in unserer Turnhalle statt.

Im Jahrgang 2 nehmen alle Kinder daran teil und die Kurse werden in den Schulvormittag eingegliedert, meist eingeteilt in geschlechtergetrennte Gruppen.

Im Jahrgang 4 bieten wir die Kurse pro Gruppe jeweils an einem Wochenende an.

Dies ist ein freiwilliges Angebot, das meist von nahezu allen Schülerinnen und Schülern auch angenommen wird.

 

Folgende Inhalte werden mit den Kindern in den Selbstbehauptungskursen erarbeitet:

  • Vertrauen in die eigenen Gefühle und Stärken: Sich selbst und eigene Empfindungen entdecken, sich ernst und wichtig nehmen
  • Geheimnisse: Die Kinder lernen zu unterscheiden zwischen beängstigenden Geheimnissen und solchen, die schön sind. Ziel ist es, eine Vertrauensperson zu visualisieren.
  • Nein sagen können: In der Gruppe und in Rollenspielen lernen die Kinder das „Nein“ in angemessener Form anzuwenden.
  • Der Körper gehört mir: Der Umgang mit meinem Körper signalisiert meine Einstellung zu mir.
  • Hilfe holen können und dürfen: Praktische Beispiele für konkrete Lösungsmöglichkeiten in gefährlichen Situationen.
  • Atem und Entspannungstechniken als Möglichkeit zur besseren Überwindung kritischer Situationen.
  • Einsatz der Stimme wird gefördert und geschult, um den Schrei konstruktiv als Möglichkeit der Verteidigung einsetzen zu können.
  • Körpersprache, Mimik und Gestik als Abbau von alten und Erarbeitung von neuen Verhaltensmustern.
  • Abbau von Blockaden unter Mitwirkung eines Sporttrainers.

 

 

Schülerstreitschlichtung

Ein weiterer Baustein des sozialen Lernens an unsrer Schule ist die Schülerstreitschlichtung.

Sie wird in allen Klassen praktiziert und folgt einem festgelegten Ablauf.

 

Schritt 1: Einführung und Spielregeln

Die Streitschlichter stellen klar, dass sie nicht dazu da sind, zu beurteilen, zu bestrafen, Anweisungen zu geben oder zu bewerten, was richtig oder falsch ist.

Die Sitzung ist vertraulich.

 

Regeln:

  • Alle Beteiligten verpflichten sich, bestmöglich zur Lösung des Streites beizutragen.
  • Alle Beteiligten erhalten die Möglichkeit, ihre Sichtweise darzustellen.
  • Alle verpflichten sich:
  • Ich unterbreche den anderen nicht.
  • Ich gebrauche keine Schimpfwörter, Drohungen oder Beleidigungen.
  • Ich zeige kein aggressives Verhalten.

Wenn die Beteiligten noch zu aufgebracht oder wütend sind, kann eine Zeit zur Beruhigung eingelegt werden.

 

Schritt 2: Beschreibung des Problems

Alle Beteiligten beschreiben ihre Sichtweise des Problems.

Es spricht immer nur eine Person.

Der Streitschlichter fasst die Äußerungen des Sprechers zusammen, um Missverständnisse zu vermeiden. Er fragt nach, ob der Sprecher noch etwas hinzufügen möchte.

Er stellt offene Fragen, z. B.:

  • Was ist geschehen?
  • Wie hast du in der Situation gehandelt?
  • Wann hat das Problem angefangen?
  • Was stört dich am meisten?

Wenn alle Parteien die Situation aus ihrer Sicht dargestellt haben, fasst der Streitschlichter zusammen.

 

Schritt 3: Sammeln von Lösungsvorschlägen

Es werden möglichst viele Lösungsmöglichkeiten gesammelt, auch solche, die unwahrscheinlich scheinen.

Die Vorschläge werden nicht diskutiert und nicht bewertet.

Unterstützende Fragen des Streitschlichters, z. B.:

  • Was sollte – deiner Ansicht nach – geschehen oder sich verändern?
  • Was brauchst du, damit es dir besser geht?
  • Wie hättest du dich anders verhalten können?
  • Wie könntest du dich verhalten, wenn dasselbe Problem wieder auftritt?

 

Schritt 4: Realistische Lösungen

Der Streitschlichter befragt jeden beteiligten einzeln, welchen oder welche Vorschläge er/sie in Ordnung findet.

Die Streitparteien einigen sich auf einen Lösungsvorschlag.

Unterstützende Fragen des Streitschlichters, z. B:

Ist das eine Lösung, bei der im Ergebnis jede Partei gewinnt?

Bezieht die Lösung beide Parteien zu gleichen Teilen ein?

Wie soll die Lösung umgesetzt werden?

Ist das voraussichtlich eine dauerhafte Lösung des Problems?

 

Schritt 5: Abschluss

Der Streitschlichter fasst zusammen, auf welche Lösung sich die streitenden Parteien geeinigt haben.

Die Lösung wird aufgeschrieben und von allen Beteiligten unterschrieben.

Zum Schluss wird gewürdigt, dass die Streitparteien ihr Problem bearbeitet haben und zu einer friedlichen Lösung gelangt sind.

 

 

Unsere Klassenpatenschaften

Die Erziehung zu sozialer Verantwortung ist auch ein wichtiger Aspekt bei unseren Klassenpatenschaften.

Die dritten Jahrgänge übernehmen schon vor der Einschulung der neuen Erstklässler die Patenschaft über die Schulneulinge.

Jeder neue Schüler/jede neue Schülerin unserer Schulebekommt vor der Einschulung eine Bergrüßungsmappe. Darin enthalten sind unter anderem ein Willkommensbrief der Schulleitung, der Klassenlehrerin und des jeweiligen Patenkindes.

Die neuen Erstklässler sollen sich von vornherein bei uns wohl und willkommen fühlen.

Der erste Kontakt mit den Klassenlehrerinnen und besonders auch mit den Patenkindern hilft dabei, Unsicherheiten und Ängste ab zu bauen und den Schulneulingen das Gefühl von Vertrautheit und Verlässlichkeit zu vermitteln.

Die Patenschaften haben aber auch auf die Drittklässler eine sehr positive Wirkung.

Sie übernehmen Verantwortung für andere Kinder in allen Bereichen schulischen Lebens (z.B. Beistand in schwierigen Pausensituationen, Anleitung in bezug auf die Schulregeln, vielfältige Orientierungshilfen, etc.).

 

 

 

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Patenkinder auf beiden Seiten ihre Rolle sehr ernst nehmen und mit viel Freude ausfüllen.