Aktuelles

WICHTIG

für die Eltern der OGS-Kinder!

Bitte beachten Sie dieses Dokument zum Betreuungsbedarf Ihres Kindes in der OGS!

_______________________________

Liebe Eltern,

im Rahmen des erweiterten Anspruchs auf Notbetreuung haben Eltern dieser Berufsgruppen ab dem 23.04.2020 einen Anspruch auf Notbetreuung. Die Beachtung der Abstandsregelungen stellt uns im schulischen Bereich vor besondere Herausforderungen. Kinder durchgehend voneinander und von den Lehr- und Betreuungskräften auf Abstand zu halten, ist mehr als schwierig. Deshalb bitten wir Sie, die Notbetreuung auch weiterhin als das zu sehen, was sie ist, eine Betreuung in einer Notsituation. Vielen Dank!

Hier finden Sie den Antrag auf Betreuung eines Kindes während des Ruhens des Unterrichts.

Adresse

Schule am Burgweiher
Schulstraße 35
53913 Swisttal

Tel: 02226/3691
Fax: 02226/912179
info@schule-am-burgweiher.de

Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Auszug aus der aktuellen Schulmail des Ministeriums für Schule und Bildung NRW vom 5.5.2020:

[…]

I. PRÄSENZUNTERRICHT IN DEN GRUNDSCHULEN

Ab morgen, 7. Mai 2020, wird in dieser Woche in den Grundschulen der Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen wiederaufgenommen. Am 7. und 8. Mai 2020 findet also Unterricht nur für die Viertklässler statt. Darüber hatte ich Sie bereits mit der SchulMail Nr. 17 vom 30. April 2020 informiert.

Ab Montag, 11. Mai 2020, werden tageweise rollierend alle Jahrgänge der Grundschule wieder unterrichtet. Um allen Schülerinnen und Schülern auch in dieser außergewöhnlichen Zeit einen gleichen Zugang zur Schule zu ermöglichen, bedeutet dies: Pro Wochentag wird ein Jahrgang in der Schule unterrichtet; am Folgetag der nächste Jahrgang. Unter Berücksichtigung der Feiertage werden die Schulleitungen sicherstellen, dass alle Jahrgänge bis zum Ende des Schuljahres in möglichst gleichem Umfang unterrichtet werden. Dieses auf einzelne Tage ausgerichtete Rotationsmodell kann in Absprache mit der Schulaufsicht auch auf zwei aufeinanderfolgende Tage abgeändert werden. Dabei ist ebenfalls sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien und unter Berücksichtigung der Feiertage möglichst im gleichen Umfang am Präsenzunterricht teilnehmen können. Für Schulen mit jahrgangsübergreifendem Unterricht gilt die Regelung entsprechend für die einzelnen Lerngruppen.

Alle Schulen sollen, auch im Interesse der Eltern, einen transparenten und verbindlichen Plan erarbeiten, aus dem ersichtlich wird, an welchen Tagen die verschiedenen Lerngruppen bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht haben. Hierbei ist zu beachten, dass die festgelegten beweglichen Ferientage weiterhin Bestand haben.

II. PRÄSENZUNTERRICHT AN DEN ALLGEMEINBILDENDEN
WEITERFÜHRENDEN SCHULEN

Ebenso wie mit den Grundschulverbänden wurden in der vergangenen Woche auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Lehrer- und Elternverbänden sowie Schulleitungsvereinigungen und Gewerkschaften für die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen geführt. Dabei ging es um gemeinsame Grundsätze, Prioritäten und die Machbarkeit von Szenarien für die schrittweise Ausweitung eines Präsenzunterrichts an den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen.

Grundlage dieser Gespräche war unter anderem das von der Kultusministerkonferenz am 29. April beschlossene „Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in Schulen“, wonach in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen bis zu den Sommerferien möglichst jede Schülerin und jeder Schüler tageweise die Schule besuchen können soll. Präsenzunterricht und das Lernen zu Hause bzw. das Lernen auf Distanz sollen dabei abwechseln und eng aufeinander abgestimmt werden.__

· Ab dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen der
Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule, Sekundarschule) neben der Jahrgangsstufe 10 ein bis zwei weitere Jahrgänge rollierend in die Schule. Entsprechendes gilt für die Studierenden der Abendrealschulen.

· Ab dem 11. Mai 2020 kommen an den Schulformen mit
gymnasialer Oberstufe (Gymnasium und Gesamtschule) die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 1 in die Schule. Sollten zu diesem Zeitpunkt darüber hinaus räumliche und personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist die Beschulung weiterer Lerngruppen bzw.
Jahrgangsstufen möglich. In den Weiterbildungskollegs kommen die Studierenden des fünften Semesters hinzu, die im Herbst ihre Abiturprüfungen ablegen, ggfs. auch die des vierten Semesters.

· Ab dem 26. Mai 2020, dem Tag nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen, kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangstufen im Rahmen der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang bis zum Ende des Schuljahres dazu.

Die an den Schulen einzuhaltenden Abstandsgebote und Hygienevorschriften werden in der Regel zur Teilung von Klassen, Kursen und Lerngruppen führen. Dass dafür an den Schulen unterschiedlich viele Lehrkräfte für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, ist uns allen bewusst. Ähnliches gilt für die Raumsituation.

Auch unter Berücksichtigung der oben genannten Verbändegespräche gelten für eine Ausweitung des Unterrichts an den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen bis zu den Sommerferien folgende Vorgaben:

· Vorrang hat die Durchführung von Abiturprüfungen sowie der schriftlichen Prüfungsarbeiten, die anstelle der landeseinheitlich gestellten Aufgaben in Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss geschrieben werden.

· Für Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Qualifikationsphase, die im kommenden Schuljahr das Abitur anstreben, soll sichergestellt werden, dass – soweit erforderlich – eine Klausur in diesem Schulhalbjahr geschrieben wird, um so zu einer angemessenen Leistungsbeurteilung kommen zu können.

· Darüber hinaus sollen alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und aller Schulformen bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht erhalten, auch wenn dies nur an einzelnen Tagen möglich sein sollte.

· Alle Jahrgangsstufen sind dabei schulintern in vergleichbarem Umfang mit einer Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen zu unterrichten, beispielsweise durch ein tageweises Rollieren.

· Alle Schulen sollen, auch im Interesse der Eltern, einen transparenten und verbindlichen Plan erarbeiten, aus dem ersichtlich wird, an welchen Tagen die verschiedenen Lerngruppen bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht haben. Hierbei ist zu beachten, dass die festgelegten beweglichen Ferientage weiterhin Bestand haben. Gleichwohl finden am Freitag, 22. Mai 2020 die Abiturprüfungen im Fach Mathematik statt.

· Auf eine Vorgabe, welche Fächer vorrangig in Präsenzform zu unterrichtet sind, wird angesichts der unterschiedlichen Situation in den Schulen und mit Blick auf die Gesamtheit der für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehenden Lehrkräfte verzichtet. Dies gilt nicht für die Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungsarbeiten in Deutsch, Mathematik und Englisch für Schülerinnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den mittleren Schulabschluss erwerben wollen.

· Die Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 ist aufrechtzuerhalten.

· Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen in der Sekundarstufe I feste und permanente Lerngruppen gebildet werden (z.B. unter derzeitigem Verzicht auf äußere Fachleistungsdifferenzierung und Wahlpflichtkurse mit Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen).

· Der Präsenzunterricht wird auch an Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I auf den Vormittag beschränkt. Ein Ganztag findet bis zu den Sommerferien aus Gründen des Infektionsschutzes (u.a. Mensa-Betrieb, Durchmischung von Schülergruppen) in der Sekundarstufe I nicht statt.

· Zur Einhaltung der Hygienevorschriften können nicht mehrere Lerngruppen nacheinander in dem selben Raum unterrichtet werden. Daher findet kein Schichtbetrieb statt.

· Eine Ausdehnung der Unterrichtszeit auf den unterrichtsfreien Samstag erfolgt nicht.

_ _

· Angesichts der für dieses Schuljahr geänderten schulrechtlichen Grundlagen soll auf Klassenarbeiten weitgehend verzichtet und stattdessen anderen Wegen der Leistungsbeurteilung der Vorrang gegeben werden. Einzige Ausnahme bilden hier die schriftlichen Prüfungsarbeiten, die an die Stelle der landeseinheitlich gestellten Aufgaben im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss geschrieben werden. Hinweise zur Erstellung dieser Prüfungsarbeiten finden Sie im Anhang dieser SchulMail_._

· Der Präsenzunterricht soll in den kommenden Wochen auch dazu dienen, den wichtigen Beziehungskontakt zwischen Schülerinnen und Schüler und Lehrkräften zu sichern und damit auf die jeweiligen Bedürfnisse der Schülergruppen in den Zeiten von Corona einzugehen.
Zudem soll er dazu beizutragen, die Möglichkeiten eines Lernens auf Distanz zu verbessern und entsprechende Grundlagen dafür zu optimieren.

III. UNTERRICHT AN FÖRDERSCHULEN

An den Primarstufen der Förderschulen gilt grundsätzlich dasselbe Prinzip wie an den Grundschulen (Schulstart mit dem 4. Jahrgang am 7. Mai 2020, s. Punkt I.). Eine Ausnahme bilden die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung (GE) sowie Körperliche und motorische Entwicklung (KME). Über die Rahmenbedingungen und möglicherweise besonderen Auflagen für eine Wiederaufnahme des Unterrichts an diesen Förderschulen sind inzwischen Gespräche mit Interessenvertretungen von Eltern, Lehrkräften sowie Schulträgern geführt worden. Hier stehen kurzfristig noch Klärungen an, so dass der Präsenz-Unterrichtsbetrieb an diese Schulen in der kommenden Woche (11. – 15 Mai. 2020) noch ruht.

Ab Montag, 11. Mai 2020, gilt für die übrigen Jahrgänge an Förderschulen mit anderen Förderschwerpunkten als KME und GE grundsätzlich dasselbe Vorgehen wie an den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen. Das bedeutet: Bildung konstanter Lerngruppen in allen Jahrgangsstufen mit dem Ziel, diese bis zum Ende des Schuljahres in möglichst gleichem Umfang in Präsenzform in einem rollierenden System zu unterrichten. Der Unterricht für zielgleich lernende Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung, die jetzt vor Prüfungen stehen, findet weiterhin statt.

IV. CORONA-BETREUUNGSVERORDNUNG

Eine Grundlage der Wiederaufnahme des Schulbetriebs für weitere Schülergruppen ist die Corona-Betreuungsverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Neufassung tritt mit Wirkung vom 7. Mai 2020 in Kraft. Sie bestimmt unter anderem, dass in allen Schulen beim Unterricht ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Schülerinnen und Schülern und auch zu den Lehrkräften zu wahren ist.
Die neue Betreuungsverordnung finden Sie unter:

https://www.mags.nrw/erlasse-des-nrw-gesundheitsministeriums-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie

https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/200505_coronabetrvo_ab_07.05.2020.pdf

V. HYGIENESTANDARDS

Auf der Grundlage der Informationen aus der 15. SchulMail sind gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden „Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen in Zusammenhang mit Covid-19″ erarbeitet und mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Unfallkasse NRW abgestimmt worden. Sie finden das Dokument im Anhang.

VI. SCHULRECHTLICHE ÄNDERUNGEN

Der Landtag hat in der vergangenen Woche dem „Bildungssicherungsgesetz“ sowie den auf seiner Basis vorgenommenen Änderungen für die verschiedenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen zugestimmt. Damit entfallen in diesem Jahr die landeseinheitlich gestellten Aufgaben in Deutsch, Englisch und Mathematik im Abschlussverfahren zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und zum mittleren Schulabschluss. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten, die an deren Stelle treten, können auch zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben werden.

Auch der Verzicht auf Versetzungsbestimmungen beim Übergang in die nächsthöhere Jahrgangsstufe gehört zu den wesentlichen Punkten dieser schulrechtlichen Änderungen. Die Vergabe von Abschlüssen und Berechtigungen bleibt gleichwohl an die Einhaltung der Leistungsanforderungen gebunden. Im Anhang dieser SchulMail erhalten Sie weitere Informationen zu den schulrechtlichen Änderungen, die für die Umsetzung der oben genannten Eckpunkte von grundlegender Bedeutung sind.
Zudem möchte ich Sie noch einmal auf die so genannte FAQ-Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen aufmerksam machen;

Sie finden diese unter:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

Die erweiterten Regelungen für die Berufskollegs werden Ihnen in gesonderter SchulMail zeitnah übermittelt.

Abschließend möchte ich Ihnen danken, dass Sie und alle am Schulleben beteiligten Gruppen, in den herausfordernden Zeiten dieser Pandemie eine schrittweise Rückkehr in einen geordneten, verlässlichen Schulalltag ermöglichen und dabei auch mit Ängsten und Sorgen ganz unterschiedlicher Personen und Gruppen umgehen. Danke für Ihr Engagement, Ihre Umsicht und Ihre Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Richter

         —————————————————————————————————

Auszug aus der Schulmail des Ministeriums für Schule und Bildung NRW vom 30.4.2020:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Nachgang der Versendung unserer heutigen SchulMail Nr. 17 möchte ich im Interesse einer eindeutigen und unmissverständlichen Kommunikation, auf die auch Sie in den vergangenen Wochen großen Wert gelegt haben, folgende Klarstellung treffen:

Sämtliche in der heutigen SchulMail Nr. 17 beschriebenen weiteren Schritte der Schulöffnung für die Klassen 1 bis 3, die frühestens ab dem 11. Mai 2020 realisiert würden, stehen unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden Beratungen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020. Bund und Länder müssen im Rahmen der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Mitte nächster Woche zuerst die Grundlagen für weitere Schritte schaffen, um ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen sicherzustellen. Die heutige Schulmail beschreibt einen für Nordrhein-Westfalen denkbaren Plan, sofern ein solcher Öffnungsbeschluss von Bund und Ländern am 6.
Mai 2020 getroffen wird.

Der Text der nachfolgenden SchulMail Nr. 17 wurde daraufhin an den entsprechenden Stellen präzisiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Länder haben gemeinsam in der Ministerpräsidentenkonferenz am 15.
April 2020 entschieden, dass ab dem 4. Mai 2020 vorzugsweise die 4. Grundschulklassen sowie Abschlussklassen des kommenden Jahres in den Unterricht zurückkehren können. Für die Zeit darüber hinaus hat die Kultusministerkonferenz entsprechende Empfehlungen erarbeitet.

Wir haben auf dieser Grundlage entschieden, in Nordrhein-Westfalen nicht von der Möglichkeit des Unterrichtsstarts bereits direkt am 4. Mai 2020 Gebrauch zu machen, sondern die Wiederaufnahme des Unterrichts an den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen für Donnerstag, den 7. Mai 2020 vorzusehen. An den ersten beiden Tagen, also am 7. und 8. Mai 2020, soll zunächst nur Unterricht für Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen stattfinden.

[…]

II. BEGRENZTER UNTERRICHTSBEGINN AB 7. MAI 2020

Die Tatsache, dass wir eine Wiederaufnahme des Unterrichts für den 7.
Mai 2020 vorsehen, hat verschiedene Gründe. Zunächst wollen wir Ihnen und Ihren Kollegien, aber auch den Schulträgern mehr Zeit geben, notwendige Vorbereitungen zu treffen: Seien es die Reinigung und Einhaltung von Hygienevorgaben an den Schulen, die Vorkehrungen zur Abstandshaltung, die Bereitstellung von notwendigem Material oder der Schülertransport. Zudem gibt es durch die zusätzliche Zeit Gelegenheit, sich pädagogisch und didaktisch auf die neuen Erfordernisse des Präsenzunterrichts für die kommenden Wochen einzurichten.

Ein weiterer Grund bestand darin, dass wir die inzwischen geführten Gespräche mit Lehrer- und Elternverbänden sowie Schulleitungsvertretungen abwarten wollten, um ein möglichst von allen getragenes Vorgehen für die Zeit bis zu den Sommerferien abzustimmen und sich auf Grundprinzipien und Prioritäten zu verständigen, die Basis für schulische Konzepte sein sollen.

III. NOTBETREUUNG, OGS UND WEITERE BETREUUNGSANGEBOTE

Parallel zur Wiederaufnahme des eingeschränkten Unterrichtsbetriebes wird die Notbetreuung -angepasst an die Vorgaben des Infektionsschutzes, die auch für den Unterricht in den Klassen gelten (vgl. 15. SchulMail)- fortgeführt. Dazu wird die auf dem Bildungsportal befindliche FAQ-Liste entsprechend angepasst. Maßgeblich für die Durchführung der Notbetreuung sind die Abstandsvorgaben (1,50 m), die eingehalten und beaufsichtigt werden müssen, sowie eine Vermeidung der Durchmischung der Gruppen.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ganztägige Betreuungs- und Bildungsangebote ein wichtiger Bestandteil bei der Schulöffnung sein werden und für die Kinder, die einen Betreuungsvertrag haben, an den Präsenztagen auch gewährleistet wird. Die Wiederaufnahme von OGS- und anderen Betreuungsformen ist mit weitergehenden Fragestellungen (z.B. Mittagsverpflegung) verbunden, die mit den Kommunen und den Trägern zu klären sind. Auch wenn im Grundsatz mit den Partnern Einigkeit darüber besteht, das Ganztagsangebot an den Grundschulen mit zu öffnen, wird es vor Ort zunächst möglicherweise individuelle Vereinbarungen über die Wiederaufnahme der Betreuung im gewohnten Umfang geben müssen.

IV. ECKPUNKTE FÜR SCHULISCHE KONZEPTE

Aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Klassen in Abhängigkeit von Raum- und Klassenstärke zumeist halbiert werden müssen. Zudem werden nicht alle Kolleginnen und Kollegen Ihrer Schulen wegen der unvermeidlichen Beschäftigungsverbote für einen Präsenzunterricht eingesetzt werden können. Diese beiden Faktoren machen deutlich, dass eine Rückkehr zu einem „normalen“ Unterricht in diesem Schuljahr nahezu auszuschließen ist.

Dennoch muss es unser Ziel sein -und damit waren wir uns mit allen Vertreterinnen und Vertretern der schulischen Verbände einig, in den kommenden Wochen bis zu den Sommerferien allen Kindern aller Jahrgänge – auch denen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung – eine Rückkehr in einen regelmäßigen Präsenzunterricht und eine Wiederaufnahme von Ganztags- und Betreuungsanteilen zu ermöglichen.
Dies hat zur Folge, dass Unterricht mindestens an einem Tag in der Woche möglich sein muss.

Ich bin mir bewusst, dass Sie in Ihren Schulen längst an Konzepten arbeiten und sich frühere Informationen und Orientierung gewünscht hätten. Aber auch wir wissen erst seit dieser Woche, dass sich aus dem für den 30. April 2020, also für heute, angesetzten Treffen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder keine neuen und weitergehenden Beschlüsse zu den Schulen ergeben sollen, sondern diese erst in Kenntnis belastbarer Zahlen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens volle zwei Wochen nach den ersten Öffnungen auf der Konferenz der Regierungscheffinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020 gefasst werden sollen. Auf diese Information hin haben wir die Verbändegespräche so schnell wie möglich geführt.

Wir alle sind uns bewusst, dass die Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten der Schulen zum Teil unterschiedlich sind und dass alle Schulen – gerade in dieser schwierigen Zeit – das Beste für Ihre Schülerinnen und Schüler erreichen wollen. Allerdings müssen Bildungschancen möglichst gleich verteilt sein. Bei aller Flexibilität und bei allem kreativen Engagement vor Ort brauchen wir in dieser außergewöhnlichen Situation für die kommenden Wochen eine landesweit stabile und klare gemeinsame Basis. Daher sind die folgenden Eckpunkte für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes unbedingt zu
berücksichtigen:

· Bis zu den Sommerferien erhalten die Schülerinnen und
Schüler aller vier Jahrgangsstufen den gleichen Zugang zu Schule und Unterricht. Gleichzeitig muss die Notbetreuung weiter angeboten werden.

· Wenn Lerngruppen in der Regel zumindest halbiert werden
müssen und nicht alle Lehrkräfte für Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, dann wird ein solcher Unterricht nur jeweils an einem einzelnen Tag möglich sein. Im Laufe einer Woche ergibt sich daraus ein „rollierendes“ System mit tageweisem Unterricht für nur einzelne Jahrgangsstufen. Dies bedeutet eine Mischung aus Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz.

· Ein „Schichtbetrieb“, bei dem an einem Tag
unterschiedliche Schülergruppen verschiedener Jahrgänge zu unterschiedlichen Tageszeiten in die Schule kommen, ist ausgeschlossen.

· Jede Schule passt diese Mindestvorgaben auf ihre
individuelle Situation an. Alle Planungen sollen auf Sicherheit ausgelegt sein, so dass bei immer möglichen Personalengpässen – ganz unabhängig von Corona – keine sofortigen Anpassungen erfolgen müssen.

· Ein so rollierendes System – zumal bei Feiertagen und Ferien
an Pfingsten – führt dazu, dass die einzelnen Jahrgangsstufen nicht immer am selben Wochentag in der Schule sein werden. Um Eltern dennoch eine Planungssicherheit für die letzten sieben Schulwochen zu geben, ist ein Unterrichtsplan für alle Jahrgänge für die Zeit bis zu den Sommerferien zu erstellen.

· Der Umfang des Unterrichts an Präsenztagen hängt
wesentlich von den Möglichkeiten der einzelnen Schule ab. Der Präsenztag soll gleichwohl für die Kinder als ganztägiges Angebot – also auch unter Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ganztag konzipiert werden.

· Bei der Pausen- und Wegegestaltung ist unbedingt darauf zu
achten, dass nicht alle am Präsenztag anwesenden Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt in die Pause gehen, um hier mögliche Kontakte zu reduzieren.

Soweit die bisherigen Beschlüsse der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin sowie der entsprechende Beschluss der Kultusministerkonferenz erwartungsgemäß über den 6. Mai 2020 hinaus Bestand haben, bedeutet das:

· BEGINN DER SCHULÖFFNUNGEN AM 7. MAI 2020 ZUNÄCHST MIT DEN
VIERTKLÄSSLERN,

· AB DEM 11. MAI EIN JAHRGANG PRO WERKTAG IN DER SCHULE,

· AN EINEM TAG SO VIEL UNTERRICHT UND BETREUUNG WIE MÖGLICH,

· NACH EINEM FESTEN PLAN BIS ZU DEN SOMMERFERIEN

· BEI FORTSETZUNG DER NOTBETREUUNG.

 

[…]

 

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Richter

_______________________________________________________________________

 

Auszug aus der aktuellen Schulmail des Ministeriums für Schule und Bildung NRW vom 24.4.2020:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

[…]

II NOTBETREUUNG

1) TÄTIGKEITSBEREICHE

Für den Anspruch auf die Notbetreuung in Schulen gelten seit dem 23.
April 2020 erweiterte berufliche Tätigkeitsbereiche. Grundlage bildet
die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), die mit Wirkung vom 27.
April 2020 angepasst wird.

https://www.mags.nrw/erlasse-des-nrw-gesundheitsministeriums-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie

Ein aktualisiertes Formular zum Nachweis des Betreuungsbedarfs für die
Eltern ist unter der Rubrik bzw. dem Reiter „Notbetreuung“ zu finden.

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

2) ALLEINERZIEHENDE ELTERNTEILE

Alleinerziehende Elternteile, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder
die sich aufgrund einer Schul- oder Hochschulausbildung in einer
Abschlussprüfung befinden, haben ab dem 27. April 2020 Anspruch auf die
Teilnahme ihres Kindes an der Notbetreuung, sofern eine private
Betreuung nicht anderweitig organisiert werden kann. Dies gilt für jede
Erwerbstätigkeit des alleinerziehenden Elternteils, unabhängig von der
Auflistung der Tätigkeitsfelder, die sich aus der Anlage der
CoronaBetrVO ergeben.

3) NOTBETREUUNG AN WOCHENENDEN UND FEIERTAGEN

Mit der SchulMail Nr. 8 hatte ich Sie informiert, dass eine
Wochenendbetreuung nur bis einschließlich 19. April 2020 erfolgt.
Folglich findet sie ab sofort nicht länger statt. An Feiertagen findet
ebenfalls keine Notbetreuung statt.

III. HYGIENEMAßNAHMEN IM SCHÜLERVERKEHR

Durch die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebes nutzen
Schülerinnen und Schüler seit dieser Woche wieder vermehrt Busse und
Bahnen. Um die Ansteckungsgefahr auch auf dem Weg zur Schule so gering
wie möglich zu halten, haben das Land, die kommunalen Spitzenverbände
und die Branchenverbände Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
und Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) Hinweise
und Verhaltensregeln für einen besseren Infektionsschutz im
Schülerverkehr erarbeitet. Diese sind auf der Webseite des
Verkehrsministeriums abrufbar:

www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2020/2020_04_22_Hygieneregeln_Schuelerverkehr/20200421-finale-Fassung-Infektionsschutz-Schuelerbefoerderung.pdf
[1]

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Richter

 

_____________________________________________________________________

 

Auszug aus der Schulmail des MSB NRW vom 17.4.2020:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Grundlage des gestern gefassten Beschlusses der Bundeskanzlerin
mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder plant das
Ministerium für Schule und Bildung eine vorsichtige und gestufte
Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Nordrhein-Westfalen.

Wie dies im Einzelnen geschehen soll, möchte ich Ihnen in Ergänzung zu
der 13. SchulMail vom gestrigen Mittwoch erläutern:

I. SCHRITTWEISE WIEDERAUFNAHME DES SCHULBETRIEBS

Die gestrige Entscheidung macht es möglich, dass nach entsprechenden
Vorbereitungen der Schulbetrieb zunächst für Schülerinnen und
Schüler aus Abschlussklassen ab Donnerstag, 23. April 2020,
wiederaufgenommen wird. Dabei geht es an allen weiterführenden Schulen
um Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen sowie die Vorbereitung auf
Abschlüsse. Dazu sollen zunächst die Lehrerinnen und Lehrer vom 20.
April 2020 bis einschließlich 22. April 2020 Vorlauf erhalten, um die
organisatorischen und alle weiteren notwendigen Voraussetzungen für den
Schulbetrieb schaffen zu können.

Die Grundschulen hingegen bleiben aufgrund der gestern getroffenen
Vereinbarungen zunächst noch geschlossen.

Sollte die Entwicklung der Infektionsraten es zulassen, dann sollen sie
allerdings schrittweise ab dem 4. Mai 2020 geöffnet werden – vorrangig
für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4, um diese Kinder so gut
wie möglich auf den im Sommer bevorstehenden Wechsel auf die
weiterführenden Schulen vorzubereiten.

II. SCHULORGANISATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

1. HYGIENE

Gemäß § 36 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz besteht die Pflicht, in
Schulen die Einhaltung der Infektionshygiene in einem Hygieneplan
festzulegen. Einen Musterhygieneplan finden Sie im Bildungsportal unter:

www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/800-Muster-Hygieneplan/index.html

Weitere Handlungsempfehlungen zum Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern –
insbesondere in Prüfungssituationen – sowie das weitere an Schule
tätige Personal werden vom Betriebsärztlichen Dienst (B·A·D GmbH)
zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus werde ich Ihnen in Kürze weitere Handlungsempfehlungen
zur schulischen Hygiene unter Pandemiebedingungen übermitteln, die von
der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene gemeinsam mit dem
Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen
Gesundheitsdienstes sowie der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin
und Präventivmedizin erarbeitet wurden.

2. RAUMNUTZUNGSKONZEPT

Aus Gründen eines fortdauernden Infektionsschutzes ist damit zu
rechnen, dass auf absehbare Zeit die Klassen und Kurse nicht in der
ursprünglichen Größe unterrichtet bzw. auf Prüfungen und Abschlüsse
vorbereitet werden können, sondern dass zumindest eine Teilung der
Lerngruppen erforderlich sein wird.

Die dreitägige Vorlaufzeit vom 20. April 2020 bis zum 22. April 2020
gibt die Gelegenheit, in den Schulen Raumnutzungskonzepte zu entwickeln,
die einen ausreichenden Abstand bei der Benutzung der einzelnen Räume
sowie der Verkehrsflächen und Pausenhöfe sicherstellen. Es empfiehlt
sich ein abgestimmtes Vorgehen mit dem Schulträger.

3. PLANUNG DES PERSONALEINSATZES

Die außergewöhnlichen Umstände für den Schul- und Unterrichtsbetrieb
in den kommenden Wochen erfordern besondere Planungen zum Einsatz der
Lehrerinnen und Lehrer. Als Folge der Pandemie ergeben sich erhöhte
Krankenstände. Zudem bringt Covid-19 besondere Risiken für bestimmte
Personengruppen mit sich. Ich werde Ihnen zum Umgang mit den damit
verbundenen Fragen weitere Informationen übermitteln.

4. SCHÜLERBEFÖRDERUNG

Ein weiteres Thema, das mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs in
engem Zusammenhang steht, ist die Schülerbeförderung. Die Frage einer
infektionsschutzrechtlich zulässigen Benutzung von Bussen und Bahnen
gehört jedoch nicht zum Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für
Schule und Bildung.

Mit dem dreitägigen organisatorischen Vorlauf vom 20. April 2020 bis
zum 22. April 2020 und einer sehr klaren Definition der zunächst
erwarteten Schülergruppen können wir jedoch immerhin zur
Planungssicherheit konstruktiv beitragen, so dass die zuständigen
Stellen ausreichende Kapazitäten schaffen können.

III. FORTSETZUNG UND AUSWEITUNG DER NOTBETREUUNG

Solange es gerade für die jüngeren Schülerinnen und Schüler keinen
geregelten Unterricht geben kann, wird das bewährte
Notbetreuungsangebot in den Grundschulen und den weiterführenden
Schulen insbesondere für die Jahrgangsstufen eins bis sechs
aufrechterhalten.

Es soll zudem ab dem 23. April 2020 um weitere Bedarfsgruppen erweitert
werden, um auch denjenigen Eltern ein Angebot machen zu können, die
aufgrund des Wiedereinstiegs wieder an ihre Arbeitsplätze
zurückkehren. Hierzu werden Sie rechtzeitig weitere Informationen
erhalten.

IV. SCHULFORM- UND BILDUNGSGANGBEZOGENE REGELUNGEN

1. REGELUNGEN FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER AN BERUFSKOLLEGS

Unter Berücksichtigung der verfügbaren räumlichen Kapazitäten und
des Personaleinsatzkonzeptes sind in den Berufskollegs mit Blick auf die
jeweils nächsten Termine der zentralen und dezentralen
Abschlussprüfungen sowie des schriftlichen Teils von
Berufsabschlussprüfungen der Kammern und zuständigen Stellen zur
Vorbereitung die Schülerinnen und Schüler nachfolgender Gruppen im
Zeitraum vom 23. April 2020 bis 4. Mai 2020 prioritär zu beschulen:

1. Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums, die ihre
Vorabiturklausuren als Voraussetzung für die Zulassung zum
Zentralabitur noch schreiben müssen.

2. Schülerinnen und Schüler im Abschlussjahrgang der Fachklassen des
Dualen Systems, die vor der Berufsabschlussprüfung und/oder der
FHR-Prüfung stehen sowie alle Schülerinnen und Schüler der
Abschlussklassen der Bildungsgänge, die vor dezentralen Prüfungen zu
Berufs- oder Weiterbildungsabschlüssen und zum Erwerb von FHR- oder AHR
stehen und die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen des
Beruflichen Gymnasiums.

3. Schülerinnen und Schüler im Abschlussjahrgang der Fachklassen des
Dualen Systems und den Klassen der Ausbildungsvorbereitung bzw. der
einjährigen Bildungsgänge der Berufsfachschule Anlage B mit Blick
darauf, dass diese mit den Noten des Abschlusszeugnisses die Vergabe
eines Schulabschlusses erreichen können.

2. ABITURPRÜFUNGEN

Ebenfalls ab dem kommenden Donnerstag, 23. April 2020, sollen die
Abiturientinnen und Abiturienten in den allgemeinbildenden Schulen
Gelegenheit bekommen, sich gezielt auf die Abiturprüfungen
vorzubereiten. Dabei geht es jedoch nicht um die Wiederaufnahme des
Unterrichts nach Stundenplan. Vielmehr sollen sie in ihren jeweiligen
Prüfungsfächern noch einmal gezielte Lernangebote bekommen. Die
Wahrnehmung dieser Angebote ist freiwillig. Schülerinnen und Schüler,
die sich zuhause auf ihre Prüfungen vorbereiten wollen, können das
tun, müssen sich aber bei ihrer Schule abmelden.

Die Verschiebung der Abiturprüfungen um drei Wochen gibt zudem jenen
Schülergruppen, die aufgrund der Schulschließungen noch nicht alle
Leistungsnachweise für die Zulassung zu den Abiturprüfungen erbringen
konnten – also noch nicht alle so genannten Vorabiturklausuren
geschrieben haben – Gelegenheit, das nachzuholen.

Für angehende Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Kreis Heinsberg,
deren Schulen ja bereits länger geschlossen waren, werden zudem unter
Nutzung auch der zentralen Nachschreibetermine für die Abiturprüfungen
individuelle Lösungen angestrebt.

3. ZENTRALE PRÜFUNGEN 10 (ZP 10)

In den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sollen mit Priorität
die Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, die im Sommer den
Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den Mittleren Schulabschluss
erwerben können. Auch hier ist die bestmögliche Vorbereitung das Ziel.

Da auch diese Klassen aus Gründen des Infektionsschutzes
voraussichtlich geteilt werden müssen, wird die Wiederaufnahme des
Unterrichts allerdings auch für diese Schülerinnen und Schüler keine
Rückkehr zum „Normalbetrieb“ bedeuten, sondern vielfach mit einem
Wechsel von Lehrkräften und einem den schulischen Verhältnissen
anzupassenden Unterrichtsangebot in möglichst allen
Unterrichtsfächern, vorrangig aber in den Kernfächern, verbunden sein.

Aufgrund der unterschiedlich weit gediehenen Vorbereitungen der
Schülerinnen und Schüler wollen wir in diesem Jahr auf eine Prüfung
mit landeseinheitlich gestellten Aufgaben verzichten. An deren Stelle
soll eine durch die Lehrkräfte der Schule zu erstellende
Prüfungsarbeit treten. Diese orientiert sich einerseits an den
inhaltlichen Vorgaben für die ZP 10, nimmt aber andererseits auch
stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug – stärker, als
das bei zentralen Prüfungen möglich ist. Diese Prüfungsarbeiten
können dann auch zu einem späteren Zeitpunkt als dem für die ZP 10
vorgesehenen ersten Prüfungstag, 12. Mai 2020, geschrieben werden.

Hierzu bedarf es einer Änderung der rechtlichen Vorschriften, die
kurzfristig zu erfolgen hat.

4. FÖRDERSCHULEN

Auch in den Förderschulen soll ab Donnerstag, 23. April 2020, mit Blick
auf die Abschlussklassen der Unterricht grundsätzlich wieder
aufgenommen werden. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler in den
Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische
Entwicklung, soweit sie sich auf schulische Abschlüsse vorbereiten.

Im Übrigen bleiben die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten
Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung
vorerst geschlossen. Schülerinnen und Schüler dieser Schulen
benötigen zum einen oftmals ergänzende pflegerische und therapeutische
Angebote, die besonderen Hygienemaßnahmen unterliegen; zum anderen ist
es den Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Disposition nicht immer
in ausreichendem Maße möglich, die in Corona-Zeiten notwendigen Regeln
einzuhalten.

5. LERNEN AUF DISTANZ

Das Ruhen des Unterrichts hat alle am Schulleben Beteiligten,
Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, aber auch
Eltern von jetzt auf gleich in eine Situation versetzt, in der
Unterricht am gleichen Ort zur gleichen Zeit nicht mehr möglich war.
Vieles, was im gewohnten Unterricht gut funktioniert hat, konnte nicht
fortgesetzt werden. Dennoch war von Anfang an klar, dass die Schulen
ihren Schülerinnen und Schülern Lernangebote machen sollten. Unsere
Lehrkräfte sind hervorragend ausgebildet und sie wissen am besten, wie
sie Lernprozesse anregen und organisieren müssen. Dafür hat es in den
letzten Wochen viele gute Beispiele gegeben. Wir sind froh, dass wir in
diesen Zeiten auf die Expertise unserer Lehrkräfte zurückgreifen
können, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich für das
besondere Engagement an dieser Stelle zu bedanken.

Je näher wir uns auf das Schuljahresende zubewegen, desto drängender
werden auch die Fragen nach der Bewertung der Lernangebote. Wir haben im
Rahmen unserer FAQ-Liste und auch im Rahmen der 9. Schulmail
hervorgehoben, dass die während des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten
Aufgaben keiner Leistungskontrolle oder -bewertung unterliegen. Knüpft
der Unterricht nach Wiederbeginn an die bearbeiteten Aufgaben an, so
können Leistungen, die dann, auch infolge des häuslichen Arbeitens,
aus dem Unterricht erwachsen, bewertet werden.

Für die jetzt anstehende Phase der Wiederaufnahme des
Unterrichtsbetriebs werden wir darauf hinwirken, dass gute Leistungen,
die während des Lernens auf Distanz erbracht worden sind und noch
erbracht werden, auch zur Kenntnis genommen werden und in die
Abschlussnote im Rahmen der Sonstigen Leistungen im Unterricht
miteinfließen können. Nicht erbrachte oder nicht hinreichende
Leistungen hingegen werden nicht in die Zeugnisnote einbezogen. Wir
berücksichtigen hierbei den Umstand, dass es in dieser Zeit
individuelle Situationen geben kann, die dazu führen, dass Aufgaben
nicht so erledigt werden können wie es im Präsenzunterricht ggf.
möglich gewesen wäre. In diesen Fällen werden Lehrkräfte vor allem
gezielt beraten und unterstützend aktiv werden, auch hinsichtlich
geeigneter Strategien, um Lernziele dennoch zu erreichen.

Es gilt auch weiterhin beim Lernen auf Distanz, Augenmaß zu bewahren

[…]

 

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Richter“

 

 

Auf unserer Internetseite finden Sie Informationen zu unserer schulischen Arbeit, Auszüge aus unserem Schulprogramm und natürlich Fotos und Berichte aus unserem vielfältigen Schulleben.

Comments are closed.