Aktuelle Termine

Do, 21.11.2019 19 Uhr Präsentationsabend zum Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir“ (Jahrgang 3) für alle interessierten Eltern in der Aula der Sekundarschule Heimerzheim

25.11. – 29.11.2019 Musische Tage (Unterricht täglich von 8 -11.30 Uhr)

Fr, 29.11.2019 15 Uhr „Bunter Nachmittag“ zugunsten der Aktion Indien e. V. (Wir laden alle Interessierten herzlich ein!) anschl.(ca. 17.30 Uhr) Adventssingen der Schule in der St. Katharina Kirche Buschhoven

Adresse

Schule am Burgweiher
Schulstraße 35
53913 Swisttal

Tel: 02226/3691
Fax: 02226/912179
info@schule-am-burgweiher.de

Gemeinsames Lernen

Unser GL-Konzept

Bereich: Sonderpädagogische Förderung

 

Ziel:

Die Grundschule versteht sich als eine gemeinsame Schule für alle Kinder.

Im sogenannten ‚Gemeinsamen Lernen’ wird Schülerinnen und Schüler mit und ohne einen sonderpädagogischen Förderbedarf die Möglichkeit gegeben, nach ihren individuellen Voraussetzungen sowohl gefördert als auch gefordert zu werden.

Der Unterricht wird dabei so gestaltet, dass jedes Kind nach seinen Möglichkeiten lernen kann.

 

 

Beschreibung des Ist-Zustandes:

In der GGS am Burgweiher findet seit dem Schuljahr 1995/96 Gemeinsames Lernen statt. Schon seit über 20 Jahren lernen bei uns Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderschwerpunkte im gemeinsamen Unterricht. Dabei werden die Lehrkräfte einige Stunden in der Woche auch von Sonderpädagoginnen unterstützt.

 

 

Aufnahme:

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf können sowohl zum Schulanfang als auch im Laufe der Grundschulzeit, wenn ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird, in das GL aufgenommen werden. Voraussetzung dafür ist zum Einen, dass der sonderpädagogische Förderbedarf des Kindes im Rahmen eines Überprüfungsverfahrens nach AO-SF festgestellt wurde, zum Andern, dass die

entsprechenden personellen und äußeren Ressourcen zur Verfügung stehen. Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung nach den Aufnahmekriterien unserer Schule. Wenn ein Kind in der Grundschule auch mit sonderpädagogischer Förderung nicht hinreichend gefördert werden kann oder durch die besondere Form oder Schwere seiner Behinderung den Lernerfolg der anderen Kinder erheblich beeinträchtigt, kann ein Förderortwechsel oder eine Aufnahme an der Förderschule angebracht sein. Auch für die Aufnahme an einer Förderschule wird der Antrag auf sonderpädagogische Förderung durch die Regelschule gestellt.

Bisher wurden an unserer Schule Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, soziale und emotionale Entwicklung, Sprache, Hören, körperliche und motorische Entwicklung sowie geistige Entwicklung im Rahmen des GL gefördert.

 

 

Organisation:

Bei der Klassenbildung werden die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach Möglichkeit in einer Klasse des Jahrgangs aufgenommen, um so komprimiert möglichst viele Stunden einer sonderpädagogischen Lehrkraft in dieser Klasse zu verankern.

In die GL – Klasse sollten nach Möglichkeit weniger Kinder aufgenommen werden als in die Regelklasse.

Die Unterrichtsstunden der Sonderpädagoginnen sind je nach Förderschwerpunkt der Kinder auf diese Klassen verteilt. Die Sonderpädagoginnen können auch für einige Wochenstunden den Klassenlehrerunterricht in den GL-Klassen übernehmen.

 

 

Unterricht:

Die Schüler und Schülerinnen im Gemeinsamen Lernen werden überwiegend im Klassenverband unterrichtet. Es ist aber oft sinnvoll, Kinder auch in äußerer Differenzierung zu fördern. Vielfach ist eine sehr differenzierte oder extrem handlungsorientierte Förderung an Bewegungsstationen oder mit viel sprachlicher Unterstützung erforderlich. Die Förderung findet dann zumeist in einer Kleingruppe statt. Je nach Zusammensetzung dieser Fördergruppen werden auch Kinder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf dort mitgefördert.

Klassenleitung und Sonderpädagogin arbeiten als Team gemeinsam in der GL-Klasse. Die Sonderpädagogin unterstützt die Klassenleitung dabei, einzelne Kinder in ihrem individuellen Lernprozess besonders zu begleiten und gibt gezielte Hilfestellungen. Insbesondere Lernzielkontrollen oder Tests werden gemeinsam konzipiert, um den Nachteilsausgleich und die besonderen Schwierigkeiten, sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Förderkinder ausreichend zu berücksichtigen. Im offenen Unterricht steht die Sonderpädagogin wie die Klassenleitung meist allen Schülern und Schülerinnen zur Verfügung. Durch punktuelle Übernahme des Unterrichts durch die Sonderpädagogin, ist es auch der Klassenleitung möglich, auf einzelne Kinder individueller einzugehen. Ein intensiver Austausch über Unterrichtsbeobachtungen findet regelmäßig statt.

 

 

Zeugnisse:

Die GL-Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihres festgestellten Förderschwerpunktes und der individuellen Förderplanung gefördert. Kinder mit dem Förderschwerpunkt ‚Lernen‘ werden zieldifferent unterrichtet, d.h. sie müssen nicht die Lernanforderungen der Grundschule erfüllen. Entsprechend werden die Leistungen dieser Schüler individuell gemessen und bewertet. Diese Schüler erhalten in der gesamten Grundschulzeit Zeugnisse ohne Noten. Die Schulkonferenz kann beschließen, in Einzelfällen Leistungen der Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen ab der Klasse 4 auch mit Noten zu versehen. Diese Noten müssen dann mindestens einem Leistungsstand der jeweils vorausgehenden Klasse entsprechen, was im Zeugnis deutlich gemacht wird.

Die Zeugnisse der zielgleich geförderten GL-Kinder richten sich nach der Ausbildungsordnung Grundschule, soweit die Ausbildungsordnung über die sonderpädagogische Förderung (AO-SF) diese nicht spezifiziert. Ein Nachteilsausgleich wird dabei stets berücksichtigt. Auf dem Zeugnis wird unter „Bemerkungen“ die sonderpädagogische Förderung mit dem jeweiligen Förderschwerpunkt benannt.

 

 

Elternarbeit:

Der erste Kontakt der Sonderpädagogin zu den Eltern findet bei uns bereits bei der Anmeldung statt. Im Rahmen der Antrags- und der Gutachtenerstellung werden im intensiven Austausch mit den Eltern Daten erhoben, Ergebnisse besprochen und die besonderen Förderbedürfnisse und -möglichkeiten beraten.

Elterngespräche finden nach Bedarf und an den jeweiligen Elternsprechtagen statt, sowie anlässlich der jährlichen Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs. Auch bei Anträgen auf Förderschwerpunktwechsel und der Aufhebung oder Beendigung des Förderbedarfs sind die Eltern intensiv beteiligt. Besonderer Beratungsbedarf besteht hier in der Regel beim Übergang nach der 4. Klasse.

 

 

Aufgaben der Sonderpädagoginnen an unserer Schule:

  • Teilnahme und Beobachtung bei allen Anmeldegesprächen
  • Schuleingangsdiagnostik mit der „Startbox“ von Schrödel
  • Elterngespräche und Beratung bei Hinweisen auf die Notwendigkeit sonderpädagogischer Förderung
  • Antragserstellung beim AO-SF-Verfahren
  • Gutachtenerstellung in Zusammenarbeit mit einer Grundschulkollegin
    ( je nach Fakultas)
  • Beteiligung an der Planung des Klassenunterrichts
  • Vorbereitung individueller Unterrichtsmaterialien und Fördermaßnahmen
  • Erstellung von sonderpädagogischen Förderplänen in Abstimmung mit der Klassenlehrerin
  • Hilfe bei Lernstands- und Förderdiagnostik und beim Erstellen von Förderplänen für „Regelkinder“ (Eingangsdiagnostik!)
  • Unterrichten auch von Teilgruppen
  • Vertretungsunterricht bei Erkrankung der Klassenleitung in den GL-Klassen
  • Mithilfe bei Vorbereitung und Durchführung von Klassenausflügen, -festen und -projekten
  • Hilfestellung bei der Erstellung der Zeugnisse der GL-Schülerinnen und Schüler
  • Jährliche sonderpädagogische Überprüfungen mit entsprechender Elternarbeit
  • Beratung im Kollegium
  • Zusammenarbeit mit Beratungsstellen des Einzugsbereiches, mit Therapeuten (z.B. Logopädie, Ergotherapie, Dyskalkulie- und Legasthenietherapie), Ärzten, Einrichtungen der Jugendhilfe und Schulpsychologischem Dienst
  • Beratung und ggf. Diagnostik bei „Problemkindern“ (hier auch Teilnahme an Elterngesprächen)
  • Mitarbeit in Fachkonferenzen
  • Erhaltung der sonderpädagogischen Fachkompetenz, z.B. durch Fortbildungen oder Austausch mit anderen Sonderpädagogen, Teilnahme am Arbeitskreis GL
  • Zusammenarbeit mit den KiTas, Beobachtung der Vorschulkinder, evtl. frühzeitige Beratung der Eltern, Planung gemeinsamer Fortbildungen oder Elterninformationen
  • Durchführung der Sprachstandserhebungen Stufe 2
  • Kontakte zu den weiterführenden Schulen im Hinblick auf die Förderung der GL-Kinder nach dem Wechsel in die Sekundarstufe I, mit oder ohne weiterbestehenden Förderbedarf

 

 

Kriterien zur Aufnahme in den GL an der Schule am Burgweiher

1. Kinder, die bereits vor dem Überprüfungsverfahren unsere Schule besuchen – soweit der notwendige Umfang der Förderung dies zulässt

2. Geschwisterkinder besuchen bereits unsere Schule

3. Die Art und der Umfang der Behinderung lassen eine Förderung im GL sinnvoll erscheinen

4. Eine geeignete Förderschule ist nur sehr schwer erreichbar

5. Zusammensetzung, Größe und Sozialstruktur der vorgesehenen Klasse

6. Die Aufnahme in einer Förderschule würde die psycho-soziale Situation eines Kindes deutlich verschlechtern

7. Rahmenvorgaben des Schulträgers

8. Mitarbeit der Eltern durch unterstützende außerschulische Förderung und Therapiemaßnahmen

9. Losverfahren

 

 

Schulinterne Vereinbarungen zum Gemeinsamen Lernen (GL)

 

 

 Sonderpädagogische Förderung

  • Bei den Anmeldegesprächen sind die Schulleitung und ein Sonderpädagoge/eine Sonderpädagogin anwesend.
  • Ansprechpartner halten regelmäßig den Kontakt zu den Kindertageseinrichtungen.
  • In den Klassen 1 und 2 soll ein Teil der Wochenplanarbeit/Freiarbeit stufenparallel liegen, damit eine klassenübergreifende Förderung in Kleingruppen in äußerer Differenzierung stattfinden kann.
  • Die Größe der Kleingruppe sollte möglichst 6 Kinder nicht überschreiten.
  • Die Sonderpädagoginnen fühlen sich für alle Kinder mit einem besonderen Förderbedarf verantwortlich. Die Klassenleitungen wenden sich an die Sonderpädagoginnen, wenn sie Kinder mit einem solchen besonderen Förderbedarf haben.
  • Die Förderstunden (GL) sollten in der Regel Vorrang vor dem Vertretungsunterricht haben, um dem Anspruch der Kinder auf die sonderpädagogische Förderung zu entsprechen.